Das Wappen der Gemeinde Gurten
Gurten konnte in den 1960-er Jahren zweimal den begehrten Titel "schönstes Dorf von Oberösterreich" erringen. 1966 zusammen mit St. Oswald bei Freistadt und 1968 allein. Im Gemeindeamt errinnern zwei bronzerne Tafeln an diese ehrenvollen "Siege".

Für eine derart aufstrebende Gemeinde war es nur naheliegend und verständlich, sich beim Land Oberösterreich um eine Verleihung eines Wappens und einer eigenen Fahne zu bemühen. Das OÖ. Landesarchiv schlug aufgrund der Nachforschungen von Konsulent Herbert Baumert der Gemeinde folgendes vor:
"Das Gemeindegebiet von Gurten war in seiner Gesamtheit ein Teil der Herrschaft Katzenberg, und es ist daher gerechtfertigt, das heraldische Emblem einer ehemals diese Herschaft besitzenden Familie für das Gemeindewappen heranzuziehen. Das Wappen der ersten größeren Lehensbebesitzer, der Mautner von Katzenbach, wäre als ideales Gemeindewappen für Gurten bestens geeignet:
In Rot schräg hintereinander drei silberne heraldische Rosen"

In seiner Sitzung vom 28. November 1968 stimmte der Gemeinderat diesem Vorschlag zu und stellte bei der Landesregierung den Antrag auf die Verleihung dieses Wappens. Als Gemeindefarben wurden "Rot-Weiß" gewählt, wobei sowohl auf die Farbigkeit des neuen Wappens, als auch auf die Landesfarben Betracht genommen wurde. Die drei silbernen Rosen fußen auf dem Wappen der Familie Mautner, das drei weiße, schräg angeordnete Rosen auf rotem Grund in seinem Schilde führte. Doch stellen die drei silbernen Rosen insofern einen aktuellen Bezug zur Gegenwart her, als Gurten zweimal "Schönstes Dorf Oberösterreichs" wurde. Zu einer anderen, sehr eigenständigen Deutung des Gurtner Wappens kommt Pfarrer August Daxberger, die auf dieser Homepage nicht fehlen soll.

Mit Beschluß vom 2. Juni 1969 hat die OÖ. Landesregierung des oben beschriebenen Wappens und der Gemeindefarben "Rot-Weiß" verliehen. Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Wittmann hat es in der Sitzung des Gemeinderates am 23. Juni 1970 feierlich überreicht. Von der Bevölkerung wurde es angenommen und hat dadurch bereits einen hohen Bekanntheitsgrad. Es wurde, wie es ja sein Zweck ist, zum allgemein bekannten Symbol für Gurten.
In an Wappn san viel Zeichn drin,
a jeds hat da an tiafn Sinn.

Drum schau ih d' Wappen recht gern an,
weil ma viel außerlesn kann.

Gurtn im Innviertel nimm ih her,
des Wappn is voll guater Lehr.

Da raote Hintergrund gfallt ma recht guat,
ih denk aufn Stephanus, an sein Materbluat.

Drei Rosen quer übers Wappenfeld sagn:
D'Innviertler haltn was aufs Silbergeld.

Ganz silbern werdn mit die Jahr ah d'Haar
und Silberroasn tragt a SILBERNES PAAR.

Und silbern glanzn am Himmel ah d'stern
und des Silber leucht für Gott, den Herrn.

Ih moan, ih hab jetzt alls erklärt
ös sehgts, a so a Wappn hat an Wert.
Das Wappen von Gurten
AUGUST DAXBERGER
In Mitten des neu gestalltelen Gemeindplatz findet sich ein Brunnen aus Granit, auf dem das Wappen der Gemeinde Gurten "verewigt wurde".
Diese beiden bronzernen Tafeln, die im Gemeindeamt hängen erinnern an die beiden ehrenvollen Siege Gurtens als "Schönstes Dorf Oberösterreichs" in den 1960er Jahren.